Mittwoch, 16. Oktober 2013

Goodbye Provinz Gauteng, Provinz Kwazulu Natal...

Ankunft in Capetown....Westernkap
15 Grad kälter ,mit der typischen Brise Wind, Storm und dieser läßt meinen Kopf die ersten Tage bald zerspringen...

Und wieder die Frage ....wo fange ich an, kommt es mir doch so vor, als wäre ich schon länger als 4 Wochen in Kapstadt...
Ankunft in Kapstadt



Das Negative vorweg, obwohl negativ ...
Hat eher was mit meinen Erwartungen zu tun, die ich von hier hatte.
So kam ich in meiner ersten Lodge an,die ich von Deutschland aus gebucht hatte und bin bald in Ohnmacht gefallen....hier wollte ich nun drei Wochen bleiben ...
Mein erster Eindruck....spartanisch .... Das wäre ja noch gegangen, aber dreckig und einsam... geht überhaupt nicht!
Sicherheitsvorkehrungen, wie hier üblich, gab es keine, ein Vorhängeschloss als Attrappe und mehr nicht.
Ich packte trotzdem aus obwohl ich im Innern wußte.... Hier bleibst du nicht eine Nacht länger!

Grübel, grübel ... so durchforstete ich die ganze Nacht das Internet nach einer neuen Bleibe ... doch wohin ... und schon wieder ein- und auspacken, wie oft hab ich das eigentlich in den letzten Tagen getan?
Bin ich doch nachts erst von Durban nach Pretoria und 4 h später zurück nach Johannesburg, weil meine Bekannten mich nicht anders bringen konnten und saß so 7 h auf dem Flughafen rum in aller Frühe.

Egal, es ist kein Urlaub,nee - eine lange Reise und da geht nicht alles nach Plan ...
Das sollte ich die nächsten Tage erst richtig zu spüren bekommen .

Erst einmal Proviant einkaufen gehen in die Mall, so heißen hier die Shoppingcenter, schon auf dem Weg dorthin zu 90 Prozent Menschen mit schwarzer Hautfarbe, ganz anders als in Durban ,ich hatte ganz schön Angst, wurde mir doch kurz vorher erzählt das 5 km weiter das größte Township Kapstadt's ist und es jeden Tag Überfälle und Morde gibt.

Im Bus erzählte mir eine junge Studentin, selber mit schwarzer Hautfarbe, dass sie abends von ihrem Mann abgeholt wird, da es zu gefährlich auf der Strasse ist und selbst in Kapstadt, wo im Zentrum alles bewacht wird, sieht es ab 18 Uhr aus wie in einer Geisterstadt, so leer gefegt sind die Strassen ...
Sehr aufregend also alleine durch die Kante zu rennen und das Wichtigste immer schön cool bleiben, so fällt man am wenigsten auf!

Nach Hause... ins Bett ... in's Internet suchen ... zu viel, zu viele Wohngebiete....was wenn dann wieder nicht so wie beschrieben?
Früh erst mal raus, ne Runde um den Block, viel einsamer als in Durban, da ich am Bloubergstrand wohne, 20 min außerhalb von Kapstadt.
Spontan erzähle ich dem einzigen Mann vor seinem Haus von meinem Problem,dieser zeigt mir ein anderes B&B, gleich nebenan, ebenfalls ein deutscher Besitzer.
Ich bekomme dort das schönste Zimmer mit Blick auf den Tafelberg zu einem günstigeren Preis wie im vorhergehenden B&B und bestelle für 18 Uhr mein Taxi.

Zurück in meine Unterkunft, die gröbsten Sachen gepackt, ab zum Busterminal, Wochenkarte gekauft, gar nicht so einfach, deren System zu verstehen, es funktioniert modern, mit Chipkarten ...
Ab in die City ... Kapstadt .. .im Hinterkopf die Gedanken an den Umzug am Abend und wie komme ich da raus?

KAPSTADT - wie ist diese Stadt, die wohl jeder vom Namen her kennt???

Als ich aussteige komme ich mir vor wie in Chicago ... Massen von unterschiedlichen Menschen, ziemlich bedrohend auf mich wirkend, heulende Sirenen der Polizeiwagen, Bettler, Händler, Touristen, Einheimische ....


Ich kämpfe mich durch ...
Zuerst in die berühmte Long Street ... in der über 300 Jahre alte wunderschöne restaurierte viktorianische Häuser mit schmiedeeisernen Balkongeländern stehen, dort befinden sich viele Trödel- und Antiquitätenläden, sowie Restaurants, trendy Cafés und Pubs... hier gefällt's mir ...

Ich lande in einer Deutschen Schule, weil ich mal auf Toilette mußte und erfahre, dass hier im Viertel bis 1950 die meisten Deutschen lebten.

...und dann noch schnell zur Waterfront ,falls ich das zeitlich schaffe, denn ich muß 16 Uhr mit dem Bus zurück, packen und umziehen und vor allem erst einmal kündigen !!!

Ich frage mich durch und bekomme von einem jungen Studenten wertvolle Tipps, er begleitet mich und ich bin beeindruckt von seiner Hilfsbereitschaft, er zeigt mir vieles und will zum Schluss natürlich Geld dafür, erzählt mir wie lange er nichts gegessen hat und das er keine Eltern hat, aha ...daher die Freundlichkeit, mit einer ähnlichen Masche hatte ich am Flughafen schon zu tun.
Da mein Koffer Übergepäck hatte, half mir ein Schwarzer schnell die Sachen umzupacken und umschlug sich bald, die gleichen Worte, wie arm er doch ist und auch er wollte eine Gegenleistung ... Also aufpassen .... Nicht jeder ist hilfsbereit, aber sehr viele Menschen hier und diese waren bisher in der Mehrzahl...

WATERFRONT - wie kann man sie beschreiben - für Leute die gesehen werden wollen, für Schickimicki, für Liebhaber von Kitsch und Rummel ... Zum bummeln, Kaffee trinken u.u.u. man kann hier in der Sonne sitzen und die Leute beobachten.... immer mit dem Blick auf den Tafelberg...

Urlaubsfeeling für den Einen, für mich eher belustigend aber auch schön.... Aber nicht das typische Südafrika ...

Ich schaffe es zeitlich gerade so zurück, denn verlaufen gehört hier dazu ...die Strassen in den sicheren Wohngegenden sehen alle gleich aus, alle ....es gibt nichts woran du dich orientieren kannst, du siehst keinen Menschen, alles fein eingezäunt und gepflegt, ich bin auch hier die einzige Weiße die alles zu Fuß macht und es ist niemand draußen, den du fragen könntest!

Ja Jungs und Mädels in meinem Alter ,ich bin mir sicher ,keinem von euch würde das gefallen hier, schon ziemlich aufregend und unbequem ... da ist niemand, der dich an die Hand nimmt ... das ist kein Urlaub, wie ihr ihn euch vorstellt, das ist das wahre Leben hier und ich habe schon unheimlich viel darüber erfahren .... mittendrin ...

Ganz anders als ich es mir vorgestellt habe ... und keinesfalls langweilig....
Dazu habe ich doch die letzten Tage unzählige Stunden verbracht mit Buchen der nächsten Flüge, Touren, Unterkünfte.... mehr als in Deutschland!

Keine Zeit für private Emailbeantwortung, sorry ... Ich schaffe es nicht, möchte aber allen, die mir so zahlreich privat geschrieben haben DANKE sagen, DANKE für die lieben Wünsche.

Wenn ihr erfahren wollt, wie die nächsten Wochen wohl aussehen werden ...
Was ich hier noch Schönes erlebt habe...
Wohin ich mit dem Bazbus fahre.. .und welche guten Tipps mir Anna, eine Angestellte in einem Backpacker Hostel, dafür gegeben hat...
Wie mir zu Mute war, als ich im Reisebüro meine geplanten Touren nicht buchen konnte, weil sie ausgebucht waren...
Wie ich durch Cordula, die in einem Namibischen Reisebüro arbeitet und aus Hamburg stammt, Rob kennen gelernt habe, bei dem ich jetzt zwei andere Touren gebucht habe...
Was Biltong ist ...

Dann habt noch ein wenig Geduld ... mir fehlt die Zeit ... das ist kein Witz!

Liebe Grüße in die Heimat ...
hier scheint seit meiner Ankunft nur die Sonne... dann macht so'n bisschen Sturm doch nichts!

Mein Englisch wird von allen gelobt, auch wenn mein Max darüber lächelt ...
Bisher hat mir hier nur eins geholfen ... Fragen, Fragen, Fragen und mit einem Lächeln auf die Menschen zu gehen ...!

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